Testamentsvollstreckung

Sobald der Nachlass auf mehr als eine Person, also einen Alleinerben, verteilt werden soll, entsteht eine Erbengemeinschaft, in der die Mitglieder unabhängig von ihrer Erbquote gleichberechtigt sind. 

Dieser Fakt führt oftmals zu teuren, langwierigen und zermürbenden Auseinandersetzungen, weil die Erben sich untereinander nicht einigen können.

Teilen Sie Ihren Nachlass nach Ihren Wünschen auf

Unterschiedliche Interessenlagen sowie langjährige Familienkonflikte kommen hier zum Tragen und machen die Nachlassverwaltung oftmals zur beschwerlichen Angelegenheit für alle Beteiligten, die nicht selten vor Gericht landet.

Enthält der Nachlass unteilbares Vermögen wie Immobilien und Grundstücke, kann einer der Erben per Teilungsversteigerung die Umwandlung zu teilbarem Vermögen durchsetzen, auch gegen den Willen der übrigen Erben – am Erlös setzt sich die Erbengemeinschaft jedoch fort.

Hier kann die testamentarisch angeordnete Testamentsvollstreckung eine große Erleichterung für Ihre Erben sein:

Eine von Ihnen frei gewählte Person wird eingesetzt, um die Abwicklung des Nachlasses nach Ihren Vorstellungen durchzuführen. Die Erben behalten zwar ihre Rechte, sind aber nicht länger verfügungsbefugt.

Beispiel:
Nach dem Unfalltod ihres Mannes will die Ehefrau dessen Arztpraxis schnellstmöglich verkaufen. Das Verfahren wird jedoch verzögert, da sie gemeinsam mit ihren minderjährigen Kindern eine Erbengemeinschaft bildet und sich mit dem Vormundschaftsgericht auseinandersetzen muss.
Diese Handlungsunfähigkeit wäre mit ihrer Einsetzung als Testamentsvollstreckerin für das gesamte Vermögen verhindert worden.

Streit in der Erbengemeinschaft ist damit ausgeschlossen, da der Testamentsvollstrecker strittige Fragen in Ihrem Sinne entscheidet.

Er ist dabei jedoch den Erben gegenüber zur Rechenschaft verpflichtet und muss darüber hinaus ein Nachlassverzeichnis anfertigen und dem Nachlassgericht übergeben.

Für Ihre Erben wird das Verfahren erheblich vereinfacht und verkürzt.

Wer kann Testamentsvollstrecker werden? 

Grundsätzlich können Sie jede geschäftsfähige Person als Testamentsvollstrecker benennen, Freunde, Personen aus dem Kreis der Erben oder ein Anwalt kommen hier in Frage.

Faktoren, die es sich zu bedenken lohnt, sind Ihr Vertrauensverhältnis zu der Person Ihrer Wahl, deren Eignung, sich mit wirtschaftlichen und rechtlichen Fragestellungen zu befassen und nicht zuletzt, ob die Person die Zeit hat, die Vollstreckung Ihres Testamentes zu übernehmen.

Testamentsvollstreckung testamentarisch anordnen

Wenn Sie Ihren Erben die Verteilung des Erbes auf diese Weise erleichtern wollen, muss die Anordnung der Testamentsvollstreckung aus dem Testament hervorgehen.

Das Testament, das Sie auf Schwantestament.de errichten, enthält die Rubrik Testamentsvollstreckung, Sie können damit sicher gehen, dass Ihre Anordnung eindeutig vermerkt ist.

Ordnen Sie Testamentsvollstreckung an und erleichtern Ihren Erben die Situation